†  Stephan von Allmen

 

St. Margarethen TG

Es gibt Menschen, die uns plötzlich verlassen. Einige reisst ein Unfall oder eine akut verlaufende Krankheit aus unserer Mitte. Es gibt aber auch jene, die selber entscheiden, wann ihr irdisches Dasein beendet wird. Leider hat Stephan  "Funi"  von Allmen diesen Weg gewählt und am 29. März beschlossen, seinen Lebensweg zu verlassen. Hunde, Katzen, Pferde, Kaninchen, Schlangen, Schildkröten, Echsen, Spinnen, Frettchen, Eulen und Bussharde, um nur einige aufzuzählen, begleiteten Funi auf seinem Lebensweg. So trat er vor sieben Jahren unserem Verein bei. Er verschrieb sich der Zucht von madagaskarfarbigen Franzöischen Widdern. Die Platzverhältnisse auf dem ehemaligen Bauernhof erlaubten es ihm aber auch Geflügel zu halten. Als grosser Freund der Kultur unseres Landes begann er mit der Zucht von Schweizerhühnern. Als er zusammen mit seiner Lebenspartnerin vor drei Jahren den Traum vom Eigenheim verwirklichen konnte, musste er schweren Herzens die Rassengeflügelzucht aufgeben. Nach anfänglich schönen Erfolgen hatte er in der Folge mit den Rassekaninchen leider kein so glückliches Händchen mehr. So entschloss er sich vergangenen Winter seine Stallungen zu leeren und plante im Frühjahr einen Neuanfang. Im Verein war er ein treuer Helfer. Brauchte man ihn, war Funi zur Stelle. Lieber liess er zu Hause die Arbeit ruhen, als dass er sich nicht seinen Kollegen zur Verfügung stellte. Überhaupt war für ihn das höchste Gut die Kamerradschaft. Jedes Zusammensein mit ihm sollte zum Fest werden. Selten sind die Menschen mit der Begabung, die unterschiedlichsten Charaktere um sich vereinen zu können, Funi verstand es immer wieder und er gab jedem das Gefühl, wichtig zu sein. Gerne hätten wir uns an jenem Montag revanchiert und Funi gezeigt, wie wichtig er uns ist. Woran man sich erinnert, das kann nicht mehr verloren gehen, denn nur wer vergessen wird, ist tot.

 

Der OV Münchwilen wünscht Funis Lebenspartnerin, den Eltern, Geschwistern und Verwandten viel Kraft für die Zukunft.

 

OV Münchwilen: Marcel Varga